Nun haben wir die grundlegenden Regeln gelernt, so dass wir "einfache" Wörter bzw. willkürlich zusammengesetzte Buchstaben lesen können. In den folgenden Übungen wurden - im Gegensatz zu Lektion 2 - die Schriftzeichen und Verlängerungsbuchstaben mit einbezogen. Ab sofort ist es nur eine Frage der Übung. Ein paar Beispiele mit verschiedenen Fällen sind im Folgenden zu finden:

 

Beispiel 1:

k2l5b1

Aussprache:

Erklärung:
In diesem Beispiel sehen wir nach dem Nûn den Buchstaben Waw, der allerdings in diesem Moment als ein Verlängerungsbuchstabe dient. Dies erkennt man ja dadurch, dass auf dem Waw kein Vokal- oder Schriftzeichen gesetzt wurde. So wird das Damma auf dem Nûn etwas verlängert. Der Buchstabe "Fâ" wird ohne Vokal ausgesprochen, da ein Sukûn verwendet wird.

 


 

Beispiel 2:

l2ue2

Aussprache:

Erklärung:
Nun sehen wir hier den Buchstaben "Thâl" mit einem Fatha. Der Buchstabe Alif dient hier als Verlängerungsbuchstabe, da dieser ebenfalls kein Zeichen jeglicher Art trägt. So wird der Vokal von Thâ  verlängert. Alif kann nicht von links verbunden werden, weshalb Qâf in der Anfangsform geschrieben wird. Auf dem Mîm sehen wir das Schriftzeichen "Shadda", so dass Mîm "gedrückt" werden muss, woraufhin er anschließend mit dem Vokal Fatha betont wird. Da auf dem letzten Buchstaben "Tâ" ein Kasra zu sehen ist, wird dieser in diesem Fall abschließend ausgesprochen.

 


 

Beispiel 3:

l2ue1

Aussprache:

Erklärung:
In diesem Beispiel fängt es mit einem Ghayin an, unter dem ein Kasra ist. So ist der Buchstabe Yâ, da er kein Zeichen besitzt, ein Verlängerungsbuchstabe. Anschließend folgt ein Thâ mit einem Damma, der wegen des Verlängerungsbuchstabens "Waw" etwas verlängert wird. Waw hat hier nämlich auch kein Zeichen, so dass er als ein Verlängerungsbuchstabe gilt. Der letzte Buchstabe Lâm steht in der Anfangsform mit einem Tanwîn "in", da wir Waw von links nicht verbinden können.

 


 

Beispiel 4:

l2ue1

Aussprache:

Erklärung:
Dieses Beispiel enthält keine Verlängerungsbuchstaben, da wir kein Alif, Waw oder Yâ in zeichenloser Ausführung finden können. Zâ wird aufgrund des Sukûn ohne Vokal ausgesprochen, das Yâ am Ende weist ein Shadda auf und wird somit "gedrückt".